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31.05.2026 Sonntag |
Im Naturerbe Lahnberger Wald / Schmidtenhöhe Unser Rundweg führt durch alten Laubwald oberhalb der Lahn und über artenreiche Weideflächen mit Amphibienteichen. Spechte, Orchideen, Gelbbauchunken und vieles mehr zeigt uns Naturschutzbeauftragter Heinz Strunk, der hier seit vielen Jahren in der Artenerfassung tätig ist. 9:00 Uhr Treff Katholische Kirche Rennerod, Parkplatz am Pfarrheim 10:00 Uhr vor der Schranke Denzer Heide beginnt die Exkursion |
Jahresprogramm 2026 des NABU Rennerod
oder nachfolgend zum Download
Auch im Jahr 2026 hat der NABU Rennerod wie immer viel zu erleben: wir erfahren mehr über Lichtverschmutzung und die damit verbundenen Folgen für unser Ökosystem. Wir besuchen auch das Naturerbe Lahnberger Wald und sehen dort vielleicht Spechte, Gelbbauchunken und Orchideen, oder wie wäre es mit der Exkursion in den Weinberg bei Wetzlar oder immer beliebte die Kräuterwanderung mit Katharina Kindgen? Das und noch einiges mehr sind nur einige Punkte im Jahresprogramm 2026.
Foto: Rainer Roth
Kranke Tiere verhalten sich auffällig, wirken matt und zeigen kein Fluchtverhalten. Bei einem Fund oder Sichtung bitte umgehend das Veterinäramt des Westerwaldkreises (02602 124-280) oder örtliche Behörden wie z.B. die Polizei informieren.
Bei Kontakt mit infizierten Tieren sollte man die Hände gut reinigen und bei Anzeichen einer Infektion (Inkubationszeit 3-10 Tage) wie Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Geschwüre umgehend einen Arzt aufsuchen.
Auch Hunde von infizierten oder toten Hasen und Kaninchen fernhalten.
Am 20.01.2026 hielt Diplom-Biologe Philipp Schiefenhövel in der Westerwaldhalle von Rennerod einen Bild-Vortrag über Tierspuren.
Herr Schiefenhövel hat Fotos aus seiner naturschutzfachlichen Tätigkeit in der Masgeik-Stiftung und dazu noch viel Anschauungsmaterial mitgebracht. Tierspuren in der Natur sind vielfältig, neben Fährten und Trittsiegeln gibt es Fraßspuren, Kot, Hinterlassenschaften, Nester, Bauten und Behausungen.

Gleich zu Beginn des Vortrags bittet der Referent um die Mitarbeit der Zuhörer. So schläft auch keiner ein, sagt er mit Augenzwinkern. Schon das erste Fundstück hat es in sich und es wurde tatsächlich von einem Naturkundigen erkannt, ein Kalk-Verschlussdeckel (Epiphragma) mit dem sich die Weinbergschnecke im Winter vor Frost und im Sommer vor Austrocknung schützt. Die Bildreihe startet mit verschiedenen Fährten und Trittsiegeln, Zehen werden gezählt, mit und ohne Krallen, herausgestellt werden die Unterschiede der Tiergruppen Katzen-, Hunde-, Marderartige und schalentragende Wildarten.

Jeder im Saal ist aufgefordert einen Tipp abzugeben, anschließend kommt die Auflösung durch ein Bild des Tieres, von dem die Spuren sind. Die Anordnung der Abdrücke lässt auch Rückschlüsse zu, wie das Tier sich bewegt, Geschwindigkeit und Gangart lassen sich ablesen. Typisch ist der Hasensprung, gar nicht so einfach zu zeigen, aber der Referent gibt sein Bestes.
Links im Bild, das Trittsiegel eines Rehs.

Abgefressene Fichtenzapfen geben Auskunft darüber, wer ihre Samen herausgeholt hat, perfekt bis auf den Stiel abgenagt von Waldmäusen, das Eichhörnchen lässt einen Schopf stehen, die Kreuzschnäbel schlitzen nur die Schuppen, während wild zerzauste Zapfen vom Hacken des Spechts kommen. Wildschweine hinterlassen erhebliche Fraßspuren, rollen flächenhaft die Grasnarbe wie einen Teppich hoch um Würmer und Käferlarven aus dem Boden zu ziehen. Dagegen sind die Gang-Muster der Borkenkäfer unter der Baumrinde sehr filigran. Sie folgen einem Prinzip, das ihrer Lebensweise und Fortpflanzung entspricht.
Das nächsten Kapitel Kotspuren von harmlosen Murmeln der Pflanzenfresser bis zu den weniger appetitlichen Haufen von Marder, Dachs und Wolf nimmt Biologe Schiefenhövel mit Humor. Die Form verrät schon, wie er abgesetzt wurde und Geruchssinn hilft bei der Zuordnung. Als Hinterlassenschaften kommen die Gewölle von Greifvögeln und Eulen in den Blick. Fell, Knochen und Krallen sind feinverpackt im Speiballen. Nimmt man ihn auseinander und fügt die Knochen wie ein Puzzle zusammen, kann der Speiseplan der Beutegreifer entschlüsselt werden. Haare können anhand ihrer Feinstruktur sichtbar im Mikroskop zugeordnet werden.

Schlafplätze von Reh und Hase können wir in Wald und Wiese finden und Maulwurfshügel laden zu Entdeckungen ein. Neben feingewobenen Singvogelnestern beeindrucken besonders die Dachbauten durch ihre Dimensionen. Sehr großflächige über mehrere Jahre genutzte Dachsbauten können neben Dachsen auch vom Fuchs, vom Iltis oder von Kaninchen bewohnt sein. Manche davon gelten als Totfeinde, aber im weitverzweigten Gangsystem der Dachsbauten ist viel Platz und es herrscht Burgfrieden.
Zum Abschluss lädt uns Philipp Schiefenhövel ein, seine umfangreichen Fundstücke anzuschauen. Darunter auch ein Album mit Vogelfedern, die er in großer Zahl mit seinen Kindern gesammelt hat. Die zwei Stunden zur Spurensuche vergingen wie im Fluge mit einigen Lachern vor allem aber auch mit vielen spannenden Einblicken in die Lebensweisen unserer Tierwelt.
Alle Fotos oben: Dipl.-Biol. Philipp Schiefenhövel - Masgeik-Stiftung
Beim Insektensommer zählen wir, was zählt. Beobachten und notieren Sie eine Stunde lang Sechsbeiner. Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen - all das vereint der "Insektensommer". Gezählt wird in zwei Zählzeiträumen vom 4. bis 13. Juni und vom 6. bis 15. August. Entdecken Sie das Summen und Brummen in Ihrer Umgebung und melden uns im Anschluss ihre Beobachtungen. Der Insektensommer ist eine Gemeinschaftsaktion von NABU und LBV und ihres gemeinsamen Partners naturgucker.de.
Wildbienen leisten einen wichtigen Beitrag, wenn es um Artenvielfalt geht. Ohne die fleißigen Bienchen wären die Regale im Supermarkt deutlich leerer und auch die Wiesen wären trister.
Doch von dem akuten Insektenschwund sind nicht nur die Wildbienen, sondern auch andere Tiere, wie Schmetterlinge, betroffen.
Um den Insektenschwund vor der Haustür einzudämmen, helfen Nisthilfen. Vor allem sollten Sie auf einen natürlichen Garten achten. An dieser Stelle können wir Sie beruhigen. Auch ein natürlicher Garten kann kunstvoll angelegt werden und äußerst gepflegt daher kommen.
Hier finden Sie weitere Informationen und Anregungen:
- Sinnvolle Nisthilfen für Wildbienen
Der NABU Rennerod bietet Ihnen eine platzsparende (29cm H x 7cm B x 7cm T) Nisthilfe für Wildbienen an. Diese wird regional gefertigt und erfüllt alle Wünsche einer Wildbiene.
Vom 19.7.-22.7.19 bot die Naturschutzjugend (NAJU) Rennerod ihre Tipi-Freizeit an. Dieses Mal nahmen 30 Kinder zwischen sechs bis zehn Jahren daran teil. Auch das Wetter war wie bestellt, so hatten die Kinder sehr viel Spaß.
Am ersten Tag wurde ihnen gezeigt, wie man ganz einfach aus Naturmaterialien Traumfänger und Nagelbilder basteln kann.
Den Samstag gestaltete der NABU Rennerod. Die Kinder hatten die Möglichkeit, verschiedene Sachen für Tiere zu bauen. Zur Auswahl standen Nist- und Fledermauskästen. Besonders viel Spaß hatten die Kinder bei der Verzierung der Kästen. Schließlich sollen sich die Vögel und die Fledermäuse in ihren neuen Behausungen pudelwohl fühlen.
Sonntags ging die Gruppe zunächst in den Wald. Durch eine Waldralley erkundeten sie einige Baumarten und fanden vieles über die Waldbewohner heraus. Zwischen etwas Theorie war dabei viel Platz für Spiel und Spaß.
Am letzten Tag haben sich die Kinder mit dem Thema „Müll“ befasst. Um in kurzer Zeit möglichst viel davon zu sammeln, wurden sie in Kleingruppen aufgeteilt. Bewaffnet mit Warnwesten, Mülltüten und Greifern, sagten sie dem Unrat den Kampf an!